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Sehnsucht Australien

Vergangenen Monat hatte ich die Ehre einen kleinen Artikel über meine Zeit in Australien im örtlichen Gemeindebrief zu schreiben:

Sehnsucht Australien

„Wie viele von uns allen schauen sich Bilder oder Filme an, sei es in Prospekten, im Fernsehen oder im Internet, und wünschen sich an genau diesem Ort zu sein und dort ein Abenteuer zu erleben, oder einfach mal die Füße hochzulegen, zum Beispiel in einer Hängematte unter Palmen direkt am Strand und noch dazu während die Sonne im Meer versinkt?
Die Sehnsucht zu Reisen, die Neugier fremde Kulturen und Landschaften zu entdecken, sie steckt in vielen von uns.
In Englisch bezeichnet man sie als Wanderlust, in Deutsch sagen wir Reisefieber oder Fernweh. 
Wann immer ich selbst mir meine Bilder anschaue, dann habe ich wieder Sehnsucht nach Australien.  

Vor wenigen Wochen habe ich mein ganz persönliches Abenteuer beendet. Ich war ein ganzes Jahr lang down under, im wunderschönen Australien. Nicht nur das Bereisen der berühmten Ostküste mit seinen vielen tollen Sandstränden und Nationalparks stand auf dem Programm, sondern auch die Arbeit. Ich habe nicht ein Jahr lang „Urlaub“ gemacht, sondern ein Jahr lang gelebt. Auf einem Segelkatamaran, der jeden Tag zum UNESCO Weltnaturerbe des Great Barrier Reef fährt, habe ich gearbeitet, geschnorchelt und getaucht. Dass die Tage manchmal sehr hart sein konnten hat genauso dazu gezählt wie wunderschöne Tage bei strahlend blauem Himmel, ruhiger See und hunderten von Fischen, die unter der Wasseroberfläche auf einen warteten. Insgesamt hatte ich einfach sehr viel Glück und aber auch Ehrgeiz, um an so einen tollen Job zu kommen. 

Weiter ging es nach meiner acht monatigen Zeit in Cairns, umgeben vom Regenwald und dem Great Barrier Reef, im selbstgekauften Auto die Küste runter, vorbei an Orten deren Beschreibung mir schwer fällt überhaupt in Worte zu fassen. Unterwegs habe ich so viele tolle Menschen kennenlernen dürfen und viele Freundschaften geknüpft. Als ich dann im Juni auch noch mit dem Surfen anfing und mir ein eigenes Bord anschaffte, begann ich den richtigen „Australian Dream“ zu leben. Und um ganz ehrlich zu sein: Bereits als kleines Kind habe ich davon geträumt, jeden Tag Wale am Horizont springen zu sehen, im eigenen Auto mit dem eigenen Surfboard zu leben und umherzureisen und mit den Delfinen im Wasser die Wellen zu reiten, oder unter Wasser Korallen, Nemos und Schildkröten zu beobachten und ein Schiffswrack zu erkunden. Dass dieser Traum irgendwann einmal Wirklichkeit werden sollte, damit habe ich damals allerdings nie gerechnet. 

Was jedoch einige der Menschen, denen ich von meinen Erlebnissen berichtet habe oder die hin und wieder auf meinem Blog im Internet vorbeigeschaut haben, nicht begreifen, ist, dass all das ziemlich viel Mut erfordert.  

Mut, den Mund aufzumachen und auszusprechen, dass man plant ein ganzes Jahr alleine wegzugehen. Den ersten Schritt zu machen, alles Bekannte hinter sich zu lassen und was zu wagen. Das war auch für mich nicht leicht und doch bin ich letztendlich so froh, dass ich mich damals überwunden habe meine Ängste und Bedenken vor dem größtenteils Unbekannten, die ich selbstverständlich hatte, hinter mir zu lassen und loszugehen. Es hat sich gelohnt. Diese Erfahrungen, seien sie noch so schön oder auch manchmal schlecht aber dafür lehrreich, kann mir nun keiner mehr nehmen und es handelt sich um Lebenserfahrungen. Auf den eigenen Beinen zu stehen, selbstverantwortlich zu sein, einen Job zu finden, noch dazu so einen tollen wie den, den ich hatte! Auf unzählige Fremde zuzugehen in denen man schon meist nach kurzer Zeit einen Freund findet und nicht zu wissen was der nächste Tag bringen mag oder wo man in einer Woche sein wird. 

Das ist Freiheit für mich. Freiheit zu der es Mut bedarf. Und sehr viel Selbstverantwortung und Eigenständigkeit.  

Mein Papa hat es damals, eine Woche vor meinem Flug, Anfang September 2016, als Angst vor der eigenen Courage bezeichnet. Meist ist der erste Schritt tatsächlich das Allerschwierigste und danach ergibt sich alles irgendwie von selbst. Mittlerweile blicke ich übrigens auch viel entspannter der Zukunft entgegen als ich es noch vor einem Jahr getan hätte. Ich werde meinen Weg schon noch finden, denn bisher hat es für mich ja auch ganz gut geklappt. In einem fremden Land in dem ich niemanden kannte und bei einer Reise bei der ich zum ersten Mal wirklich verstanden habe, meine Sehnsucht zu akzeptieren und einfach in Realität zu verwandeln, um am Ende zu verstehen, was es heißt frei zu sein. 

Beim Reisen ist es aber nicht so als ob man nicht auch Sehnsucht verspürt. Sehnsucht nach genau dem was man in dem Augenblick nicht hat. Das können vertraute Gesichter sein, die Familie oder Freunde, alte wie neue gleichermaßen, das Tschüss sagen fällt da nämlich sowieso immer schwer. Wenn man jeden Tag aufregende und tolle Sachen erlebt und sich kaum Verschnaufpausen gönnt, oder mit Problemen konfrontiert ist, die es zu lösen gilt, dann kommt es durchaus auch mal vor, dass man sich nach der Ruhe und Übersicht sehnt, die der heimatliche Alltag bietet.
Und nun, wo ich wieder zu Hause bin und all das habe? Klar, jetzt vermisse ich das Aufregende, das Neue, Australien selbst mit seiner unbeschreiblich schönen Natur und all den freundlichen Menschen die kennenzulernen ich das Privileg hatte. 

Wer Lust hat mehr über meine Reise selbst zu erfahren, der kann gerne mal auf meinem Blog vorbeischauen: www.inga-rode.de 

Schöne Grüße und habt auch mal Mut mal was zu wagen, 

Inga „

P.S.: So unvollendet meine Reise hier noch erscheinen mag, so viel mehr gibt es noch zu erzählen und zu zeigen, aber alles zu seiner Zeit. 🙂

Rainbow Beach

Hallöchen ihr da draußen…

Weiter gehts. Mittlerweile zwar (leider) schon wieder gut in Deutschland gelandet, finde ich nun so langsam die Zeit durch meine Bilder zu gucken und sie wieder hochzuladen (und so gleichzeitig in Erinnerungen zu schwelgen, denn gedanklich bin ich immer noch dort!) Jedenfalls könnt ihr euch in den nächsten Tagen und Wochen auf viele weitere Bilder freuen also schaut ab und zu mal vorbei 🙂

Nach Agnes Water und meinen ersten Erfahrungen mit dem Surfen, ging es für mich weiter in Richtung Süden, die Sonne also immer im Rücken. Der Nächste Stopp war Rainbow Beach. Das ist ein sehr kleines Örtchen kurz vor der Fähre nach Fraser Island.
Genannt wird es Rainbow Beach aufgrund der vielen verschiedenen Farben die man hier im Sand finden kann: von Sandfarben über nahezu weiß, nach schwarz bis hin zu rot. Rainbow Beach weiterlesen

Die Whitsundays!

Ich glaube wir sind im Paradies gelandet!

Als die Whitsundays wird eine Inselgruppe bezeichnet, die ca. 25 km vor Airlie Beach liegt, welche von James Cook „entdeckt“ und benannt wurde. Die Region ist für ihre herrlich weißen Sandstrände bekannt und zumindest vor dem Zyklon Debbie im April war sie auch ein guter Ort um Teile des Great Barrier Reefs zu sehen. Obwohl der Zyklon leider große Teile des Riffs zerstört hat, war ich dennoch überrascht einige Bereiche sehen zu können, in denen es noch ein bisschen gesunde Korallen gab und ich neben einigen Fischen sogar eine Schildkröte zu Gesicht bekam! Und die weißen Sandstrände sind nach wie vor einfach atemberaubend schön! Der Sand des Whitehaven ist meines Wissens nach einer der weißesten Strände der Welt und man muss sogar eine Sonnenbrille tragen um nicht Schnee-blind zu werden! Die Whitsundays! weiterlesen

Wracktauchen – die SS Yongala

Ein Trip auf den ich mich schon gefreut hatte seit ich mit dem Tauchen im letzten November angefangen habe, denn diese Tauchlocation zählt zu den Top 10 der besten Wracktauchgänge der Welt und diese Bezeihnung hat sie definitiv verdient!

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Magnetic Island!

Nun war es endlich so weit: Magnetic Island stand auf dem Plan.

Das heißt Natur, wilde Koalas, das Inselleben, Sonne, Strand uvm.

Kurz vorab schonmal ein wenig Grundwissen über die Insel selber:
Sie liegt 8km vor Townsville und ist mit zwei verschiedenen Fährunternehmen erreichbar. Entweder mitsamt Auto oder als einfacher Fußgänger. Die Überfahrt dauert ca. 20min und verschafft schonmal einen schönen Blick auf die Insel.
Die Legende sagt, dass die Insel Magnetic Island genannt wurde, da der berühmte „Entdecker Australiens“, Captain James Cook, im Jahre 1770 beim Vorbeifahren an der Insel Probleme mit seinem Kompass hatte und daher davon ausging, dass die Insel magnetisch sein muss.
Es gibt um die 2.000 dauerhafte Bewohner auf der Insel sowie einen Nationalpark, welcher sich über 54% der Insel erstreckt. In diesem gibt es sehr viele Wanderwege und die Chance einen der ca. 800 hier heimischen Koalas zu sichten. Außerdem gibt es die Möglichkeit beim Schnorcheln Teile des Great Barrier Reefs zu sehen. All das zieht schon seit einigen Jahren mehr und mehr Touristen an, vor allem da die Insel mit ihren vielen unterschiedlichen Unterkünften Platz für Reisende aller Preisgruppen bietet. So findet man hier nicht nur Luxusresorts sondern auch Backpackerhostels oder Zeltplätze. Für jeden ist also etwas dabei.

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